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Sondermaßnahme des BMEL zur Unterstützung des Ehrenamts in der Corona-Situation

Förderung für Initiativen (z.B. eingetragene Vereine) im ländlichen Raum

Am 24.06.2020 wurde das Sonderprojekt "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern" des Bun­desministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gestartet. Damit sollen ehrenamt­liche Nachbarschaftshilfen und Nahversorgungsinitiativen im ländlichen Raum unterstützt werden, die Angehörige besonders schutzbedürftiger Gruppen bei der Nahversorgung, insbe­sondere bei der Lebensmittelversorgung, unterstützen. Darüber hinaus können Initiativen fi­nanzielle Zuschüsse für Pandemie-bedingte (zusätzliche) Transportleistungen und weitere Mobilitätsaufwendungen erhalten. Mit den Fördermitteln des BMEL sollen zudem Pandemie­bedingt notwendige Verbesserungen der digitalen Ausstattungen der Initiativen ermöglicht werden. Dies kann beispielsweise dabei helfen, Kontakte wegen der geltenden Regeln digital aufrecht zu erhalten, neue Freiwillige in die Arbeit einzubinden und die Abläufe unter den er­schwerten Bedingungen gut zu organisieren.

Die Fördermaßnahme ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE). Ziel des BULE ist es, ländliche Regionen als attraktive Lebensräume zu erhalten und dazu beizu­tragen, dass Menschen auch in Zukunft gut auf dem Land leben und arbeiten können. Förder­fähig sind Aufwendungen zur Finanzierung mit einem Zuwendungsbetrag von mindestens 2.000 Euro und maximal 8.000 Euro. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförde­rung auf Ausgabenbasis als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.                     

Wer kann sich bewerben?

Die Fördermaßnahme richtet sich an Initiativen in ländlichen Räumen in Deutschland. Es sind Initiativen antragsberechtigt, deren Maßnahmen überwiegend in kreisangehörigen Städten und Gemeinden von maximal 50.000 Einwohnern wirken.

Folgende Organisationen, die über eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland verfügen, können ab sofort eine Interessenbekundung einreichen:

  • eingetragene Vereine (e.V.)
  • gemeinnützige GmbHs (gGmbH)
  • öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften
  • als gemeinnützig anerkannte Stiftungen des bürgerlichen Rechts
  • genossenschaftlich organisierte Dorfläden und Dorfgaststätten

Wer darf sich leider nicht bewerben?

  • Privatpersonen / Einzelpersonen (natürliche Personen)
  • nicht eingetragene Vereine, Arbeitskreise und andere Initiativen ohne eigene Rechts­persönlichkeit, Vereine in Gründung
  • Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR)
  • nicht rechtsfähige Stiftungen sowie Stiftungen ohne anerkannte Gemeinnützigkeit
  • Unternehmen, bspw. in den Rechtsformen e.K., OHG, KG, GmbH, AG, GmbH & Co KG, UG, Genossenschaft (außer genossenschaftliche organisierte Dorfläden und Dorf­gaststätten)
  • Städte und Gemeinden
  • Anträge von Parteien und Wählergruppen
  • Antragsteller, die nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und keine den Zielen und Werten des Grundgesetzes förderliche und entspre­chende Arbeit gewährleisten

Wie kann man sich bewerben?

  • Das Bewerbungs- und Antragsverfahren ist zweistufig angelegt und wird von der Bun­desanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Abstimmung mit dem Deutschen Landkreistag (DLT) sowie den Landkreisen durchgeführt.
  • Initiativen, die besonders schutzbedürftige Gruppen durch ehrenamtliche Nachbarschafts­hilfe und bürgerschaftlich getragene Nahversorgung in ländlichen Räumen unterstützen, reichen in der ersten Stufe eine kompakte Interessenbekundung für eine Förderung über ein Online-Tool bei der BLE ein: www.bmel.de/ehrenamt-versorgung
  • Die Interessenbekundung enthält u. a. Eckdaten zur Initiative, deren Tätigkeitsbereich und den geplanten Maßnahmen, für die eine Förderung beantragt werden soll.
  • Nur Interessenten, deren Interessenbekundungen die in der Bekanntmachung formulierten Anforderungen vollständig erfüllen, können im späteren Antragsverfahren eine Bewilli­gung für ihren Förderantrag erhalten.
  • Die Interessenbekundungen werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs be­rücksichtigt. Die Anzahl der pro Landkreis antragsberechtigten Initiativen ist begrenzt.

Was wird gefördert?

  • Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Mitgliedern und deren Kontaktpersonen dienen (z. B. Schutzmasken, Desinfektions­mittel),
  • Neuanschaffungen, Beauftragungen und Fahrtkostenerstattungen für Maßnahmen, die Transportleistungen zur Sicherstellung der Nahversorgung, insbesondere mit Lebensmit­teln, sowie Mobilitätsaufwendungen auf Seiten der Mitglieder der Initiativen betreffen (z. B. Fahrräder, Transportboxen),
  • Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die die Zusammenarbeit von Mitgliedern der Initiative untereinander und mit Kontaktpersonen mit Hilfe einer digita­len Ausstattung der Initiative verbessern (z. B. Kameraequipment und Headsets für Videokonferenzen).

Wie hoch ist die Förderung?

  • Förderfähig sind Aufwendungen zur Finanzierung mit einem Zuwendungsbetrag von mindestens 2.000 Euro und maximal 8.000 Euro.
  • Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung auf Ausgabenbasis als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.
  • Eine Antragstellung setzt voraus, dass die Antragsteller keine finanziellen Eigen- oder Drittmittel in das Vorhaben einbringen können. Die Förderung erfolgt als Vollfinanzie­rung mit 100 % der förderfähigen Ausgaben.
  • Die Zuwendungen werden bei Bewilligung auf einen Höchstbetrag begrenzt. Sie dürfen die tatsächlichen Ausgaben nicht überschreiten.
  • Es wird angestrebt, dass für den überwiegenden Teil der Zuwendungsempfänger der För­derzeitraum im August oder im September 2020 beginnen kann. Der Förderzeitraum en­det für alle Zuwendungsempfänger spätestens am 30. November 2020.
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