Vergaben für neuen Schmutzwasserkanal und Fernwirktechnik für Pumpwerke
Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands (WZV) Oranienbaum-Wörlitz-Vockerode haben im nicht öffentlichen Teil ihrer jüngsten Zusammenkunft zwei Vergaben beschlossen. Zum einen handelt es sich um den Neubau eines Schmutzwasserkanals im Ortsteil Gohrau. Die Arbeiten sind im Bereich der Kreisstraße vorgesehen. Durchführen soll sie ein in Oranienbaum-Wörlitz ansässiges Tiefbauunternehmen. Wie informiert wurde, beträgt die Bruttoauftragssumme ungefähr 105.000 Euro.
Zum anderen soll in einem ersten Bauabschnitt die Fernwirktechnik für die Pumpwerke erneuert werden. Diesen Auftrag hat eine Automations- und Elektrotechnikfirma aus der Lutherstadt Wittenberg erhalten. Die Investitionskosten sind auf etwa 82.000 Euro beziffert worden. Durch Fernwirktechnik wird das Überwachen, Steuern und Automatisieren räumlich verteilter technischer Anlagen über große Distanzen ermöglicht. Darüber hinaus stimmten die Mitglieder des Gremiums einer Kreditaufnahme in Höhe von 1.250.000 Euro zu. Sie dient der anteiligen Finanzierung der Investitionen aus den Wirtschaftsjahren 2025 und 2026.
Ferner konnte vor wenigen Tagen die Abnahme zum Vorhaben Erneuerung der maschinellen Schlammentwässerung (MSE) auf der Kläranlage „Am Prinzenstein“ durchgeführt werden. Die Leistungen wurden am 16. Februar 2026 fertiggestellt. Für das Projekt der MSE war ein auf die Produktion von Separationstechnik spezialisiertes Unternehmen aus Leipzig mit der Erneuerung der Maschinen- und Steuerungstechnik betraut worden. Den Auftrag für die Sanierung des Fußbodens sowie der Fundamente hatte ein Betrieb aus der Lutherstadt Wittenberg erhalten.
Die Modernisierung der maschinellen Schlammentwässerung stellte für den Zweckverband das größte Investitionsvorhaben des Jahres 2025 dar. Inklusive aller Nebenkosten und Nachträge gab der WZV dafür etwa 950.000 Euro aus. Ingenieurseitig geplant worden war das Projekt von der im thüringischen Erfurt ansässigen aqua consult Ingenieur GmbH. Der Verband war zu der Investition gezwungen, weil sich das Entwässerungsverhalten des Klärschlammes, der im Zuge des Abwasserreinigungsprozesses anfällt, verschlechtert hatte.