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Pläne für Wörlitzer Fahrradstation im Bauausschuss vorgestellt

An die Stelle der Freilichtbühne auf der Ostseite des Parkplatzes, der sich zwischen dem historischen Lokal „Zum Eichenkranz“ und dem Sportlerheim von Grün-Weiß Wörlitz erstreckt, soll eine Fahrradstation treten. Der aktuelle Planungsstand wurde jetzt vom beauftragten Büro Grünplan aus Bernburg im Oranienbaum-Wörlitzer Bauausschuss vorgestellt.

Die Station soll aus insgesamt vier Kuben bestehen. Jeder von ihnen misst drei mal drei Meter. Drei der Kuben werden so am angrenzenden Wall platziert, dass sie ein großes L bilden, wenn sie mit einem begrünten Dach, das über eine Absturzsicherung verfügt, verbunden werden. Vom erhöhten Weg - der Höhenunterschied beträgt etwa 2,20 Meter - soll direkt an der Station eine Treppe herunterführen, die mit einer Schrägrampe kombiniert ist. Die Rampe wird es ermöglichen, die Räder zur Station zu schieben.

Zu beiden Seiten der Station werden Beete für Bepflanzungen angelegt. Sie haben einen Signalcharakter, denn sie dienen der Abgrenzung zu den Stellflächen für Kraftfahrzeuge. Vorgefertigte Betonstelen sollen die Rahmenkonstruktionen der vier Boxen aufnehmen. Diese werden mit Kunststoffplatten verkleidet, die sich durch Schlagwiderstand und Farbechtheit auszeichnen. Die Boxen enthalten 24 Schließfächer, in denen die Akkus für E-Bikes und Mobiltelefone geladen werden können. In 44 weiteren Schließfächern lässt sich Gepäck aufbewahren.

Zu den Ausstattungselementen der Station gehören darüber hinaus 68 Fahrradanlehner, eine Umkleidekabine, eine Toilette und fünf Tisch-Sitzgruppen nebst klassischem Abfallsammler. Um eine ruhige und unaufgeregte Wirkung zu erzielen, soll den Fachleuten vom Denkmalschutz eine Farbpalette in Herbsttönen vorschlagen werden. Zu den Wünschen gehört, dass die Gestaltung eine gewisse Lebendigkeit ausstrahlt. In dem freistehenden Kubus wird neben dem Sanitärbereich eine Reparaturstation mit einer Luftpumpe und Halterungen an den Wänden zu finden sein. Untergebracht in einer „Ausstülpung“, bietet sie Schutz vor der Witterung.

Die ersten Konzepte für die Radstation gehen auf das Jahr 2021 zurück. Damals war dieses Projekt Bestandteil der kompletten Umgestaltung des Parkplatzes und der Anlage eines neuen Spielplatzes. Nunmehr erfolgte die Konzentration auf den Neubau des Unterstandes für Zweiräder. Auf der Prioritätenliste der Vorhaben, die mit Mitteln aus dem Sondervermögen umgesetzt werden könnten, steht die Station derzeit auf Rang acht. Eine Co-Finanzierung mit Mitteln zur Förderung des Alltagsradverkehrs wird angestrebt. Laut der Liste sind Kosten in Höhe von 490.520 Euro veranschlagt.

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