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Goltewitz

Kirche in Goltewitz
Kirche in Goltewitz

Goltewitz liegt 1km östlich von Oranienbaum und ist über die Landstraße Richtung Wittenberg und den internationalen Radweg R1 zu erreichen.

Goltewitz ist ein Ortsteil der Stadt Oranienbaum-Wörlitz mit ca 200 Einwohnern. Der Ort ist Teil der Ortschaft Oranienbaum und wird auch durch dessen Ortschaftsrat vertreten.

Es ist ein“ Wohndorf“, zwar in den meisten Lebensbereichen, wie Verkehr, Versorgung, Post, Gastronomie usw. auf die Nähe Oranienbaums angewiesen, aber doch nicht völlig integriert, sondern ein Ortsteil mit Eigencharakter.

Goltewitz stellt sich in 3 Teilarealen dar: der älteste Kern um die Kirche, das Hauptsiedlungsgebiet um den Dorfplatz und den Anger. Außerhalb dieser historischen Mittelpunkte entstanden im Laufe der Zeit locker bebaute Flächen.

Die Kirche (wahrscheinlich das älteste Bauwerk der ganzen Umgebung) in den Formen früher Gothik aus Feld- und Raseneisenstein entstand im 13./14. Jahrhundert.

Eine wechselhafte Geschichte hatte zur Folge, dass durch mehrfachen Wechsel der Zugehörigkeit zu verschiedenen Verwaltungseinheiten in der früheren Vergangenheit, das Dorf kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges zu Anhalt kam. Mit Auflösung der Dorfschule 1948, hat man dann die Eingemeindung nach Oranienbaum vollzogen.

Die 2 Weltkriege forderten auch in Goltewitz ihre Opfer, zu deren Erinnerung das Kriegerdenkmal auf dem Dorfplatz errichtet wurde.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, der eine Mahl- und Sägemühle, Gastwirtschaft, Lebensmittel und Materialwarenhandlung, Poststelle, Schule und mehrere Kiesgruben entstehen ließ. Sogar die Elektrifizierung des Dorfes durch Wasser- und Windkraft wurde durch einen Ingenieur in Verbindung mit den Junkerswerken in Dessau vorangetrieben.

Zu Zeiten der DDR wurde Goltewitz verschiedenen Kreisen zugeordnet. Damals führte die Kollektivierung der Landwirtschaft zur Gründung der LPG en. Es blieb in dieser Zeit nur noch eine kleine Verkaufsstelle und eine Gaststätte im Dorf übrig.

Nach der politischen Wende wurde Goltewitz 1995 in das Dorferneuerungsprogramm einbezogen, was dem historischen Dorfkern ein verbessertes Bild verlieh. Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft wurde in eine Agrargenossenschaft umgewandelt.

Seit 1997 engagiert sich eine Gruppe von Einwohnern um die Pflege des dörflichen Brauchtums. Heute tritt der „ Heimatverein Goltewitz 2010 e.V.“ als Schirmherr des jährlichen   Dorf-und Reiterfest auf und kümmert sich weiterhin um die Geschichtsbewahrung, Pflege der örtlichen Bereiche, geselliges Beisammensein der Einwohner und die Anliegen und Sorgen der Goltewitzer. 

     

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