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Stadt will der Kulturstiftung zwei Wallwachhäuser zu symbolischem Preis übertragen

Die Stadt Oranienbaum-Wörlitz will zwei Wallwachhäuser in die Regie der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz übergeben. Dabei handelt es sich um die Anlage am Berting westlich von Wörlitz und das einem Limesturm nachempfundene Wallwachhaus, das nahe am Schönitzer See des Ortsteils Riesigk liegt. Die Übertragung soll zu einem symbolischen Preis erfolgen.

Die Verwaltung geht davon aus, dass die Stiftung umfassender dafür Sorge tragen kann, den Erhalt und die zukünftige Bewirtschaftung der beiden Gebäude zu gewährleisten. Eine vertragliche Übereinkunft wird derzeit vorbereitet. Die Kulturstiftung ist gewillt, dem Anliegen der Stadt zu entsprechen. Die Entscheidung dazu wird im Kuratorium getroffen.

Die Anlage am Berting entstand als Wallwachhaus zwischen Elbe und Krägensee, dem später ein Weinberg hinzugefügt wurde. Es grenzt unmittelbar an den Fliederwall, der Vockerode und Wörlitz verbindet. Nach dem Verlassen des Walls am Berting war es zu Zeiten von Fürst Franz von Anhalt-Dessau möglich, den Blickkontakt zum Eisenhart, zum Eichenkranz und den Kirchturm der Wörlitzer Sankt Petri Kirche herzustellen.

Das Beispiel des Limesturmes zeigt, dass jedes der Wallwachhäuser, die entlang der Elbe an und auf den Deichen im Gartenreich Dessau-Wörlitz in regelmäßigen Abständen erbaut worden sind, eine ganz eigene Architektur besitzt. Die Wallwachhäuser dienten dem damaligen neuen Aufsichts- und Warnsystem bei Hochwasser und verfügten zugleich über Räumlichkeiten für die Aufbewahrung von Schutzmaterial und Werkzeug.

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