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Pogrom-Gedenken am 9. November auf der Gedenkstätte am Jüdischen Friedhof Wörlitz

Dietrich Bungeroth, Pfarrer i.R., und Aleksander Reznikov, der die Lesungen übernimmt, gestalten gemeinsam mit den Posaunenbläsern aus Oranienbaum unter der Leitung von Peter Waage das Pogromgedenken in Wörlitz. Die Veranstaltung findet am 9. November, 16 Uhr, auf der seit 2010 bestehenden Gedenkstätte am Jüdischen Friedhof statt.

Am 9. November vor 84 Jahren brannten in Deutschland mehr als 1.400 Synagogen nieder. Viele Geschäfte und Wohnungen von Juden wurden zerstört. Verhaftungen und Morde gehörten zur Tagesordnung. Grenzenlos und unmenschlich begann der Rassenhass der Nationalsozialisten zu wüten. In Anhalt blieben 1938 nur die Synagogen in Gröbzig und Wörlitz erhalten. Aber in diesen beiden Orten gab es auch schon lange keine jüdische Gemeinde mehr. 

Die Synagogen in Zerbst und Coswig, Dessau und Jeßnitz, Köthen, Bernburg und Sandersleben wurden hingegen geplündert und niedergebrannt. Die jüdischen Gemeinden wurden vernichtet. Der letzte Anhaltische Landesrabbiner, Dr. Isidor Walter, kam 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt mit seiner Frau ums Leben. Heute gibt es wieder ein reges jüdisches Leben in Deutschland. Neue Gemeinden konnten sich seit etwa 30 Jahren auch im Osten Deutschlands entwickeln. 

An der Askanischen Straße in Dessau wird im kommenden Jahr - wahrscheinlich Ende März 2023 - eine neue Synagoge eingeweiht. Dies zeigt, das Judentum gehört zu Deutschland. Sowohl zu seiner Geschichte als auch zu seiner Gegenwart. 

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