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Umzäunung für die Heldbock-Eiche am Busbahnhof Oranienbaum


Nach dem Verlust eines dicken Astes in einer Höhe von sieben Metern musste eine der stattlichen Eichen an der Westgrenze des Oranienbaumer Busbahnhofs endgültig gefällt werden. Zuvor hatte es Versuche gegeben, durch massive Kürzungen im Bereich der Krone das Gewicht zu reduzieren, das auf dem Stamm lastete. Dieser Eingriff, den die Kameraden der Feuerwehr vornahmen, konnte das allmähliche Absterben der Eiche, das sich an der immer mehr ablösenden Rinde zeigte, aber nicht verhindern.

In der Folge beantragte die Kommune beim Landesverwaltungsamt die Fällung, musste allerdings einige Auflagen erfüllen. Vorrangig ging es darum, den im Baum siedelnden Heldbock nicht zu vertreiben. Zu dem Zweck ist der Stamm nunmehr in unmittelbarer Nachbarschaft des einstigen Standorts liegend deponiert worden. Für die Dauer von drei Jahren hat das Insekt jetzt die Chance, alle Entwicklungsstadien in Ruhe abzuschließen. Mitarbeiter des Landeszentrums Wald zogen um die Lagerstatt des Baumes zur Sicherheit noch einen rustikalen Zaun.

Die Umzäunung, an 16 Pfählen befestigt, die knapp einen halben Meter ins Erdreich ragen. besteht aus einfachen Schwartenbrettern der Lärche. Außerdem möchte die Stadt eine kleine Tafel anbringen, auf der Wissenswertes über Sinn und Zweck der Maßnahme nachzulesen ist. Dazu könnten die Angaben zur Eiche selbst gehören. Dem Ordnungsamts zufolge brachte sie es auf einen Stammdurchmesser von 90 Zentimetern, eine Länge von elf Metern und ein Gewicht von acht Tonnen.

Bei der Umlagerung des Stammes, an dem auch Nistkästen befestigt worden sind, konnte mit der Waage am Kran sichergestellt werden, wie weit der Ausleger ausfahren konnte. Ob der unter Schutz stehende Heldbock sich im Übrigen gleich wieder am Busbahnhof ein neues Obdach sucht, bleibt abzuwarten. An Ort und Stelle würden die Tiere jedenfalls noch Eichen in ausreichender Zahl vorfinden.

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