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Wasserzweckverband will 2021 Kostenersparnis herbeiführen

Für Belüftung und Gebläse-Station soll Förderung beantragt werden

Der Wasserzweckverband (WZV) Oranienbaum-Wörlitz-Vockerode will zur Umsetzung eines Investitionsvorhabens Fördermittel beantragen. Die Mitglieder der Verbandsversammlung gewährten hierfür mit einem einstimmigen Beschluss Rückendeckung. Bei dem Projekt geht es um die Erneuerung von Anlagen in der biologischen Stufe des Klärwerks „Am Prinzenstein“. Die Belüftung und Gebläse-Station sollen ersetzt werden. Ziel ist eine Verbesserung der Energieeffizienz.

Nach einer kritischen Betrachtung des Vorhabens mit dem zuständigen Ingenieurbüro wurde die Schlussfolgerung gezogen, nicht nur einen bloßen Austausch der technischen Komponenten vorzunehmen. Durch eine Erweiterung des Projekts, die zu zusätzlichen Optimierungen führen, lässt sich vor allem der elektrische Wirkungsgrad verbessern. Außerdem ist mit einer Verbesserung des Sauerstoffeintrags zu rechnen. Der Bedarf an Elekroenergie, die für den Betrieb der Anlagen bezogen werden muss, könnte um 25 bis 30 Prozent reduziert werden.

Der aktuelle Verbrauch liegt bei ungefähr 770.000 Kilowattstunden. Er könnte um etwa 200.000 Kilowattstunden abgesenkt werden. Daraus würde eine Kostenersparnis in Höhe von 42.000 Euro resultieren. Das Investitionsvolumen beträgt knapp 410.000 Euro. Das Projekt selbst wird in den Wirtschaftsplan für 2021 eingeordnet. Beschlossen werden soll dieser im Herbst 2020. Da seine Liquidität ausreicht, müsste der Verband zur Finanzierung der Eigenmittel keinen Kredit aufnehmen.

Die Wasserbehörde des Landkreises Wittenberg hat zu dem Vorhaben bereits positiv Stellung genommen. Die mit der Kommunalaufsicht eingeleiteten Vorgespräche verliefen ebenfalls schon günstig. Das Ingenieurbüro hat die Unterlagen für die Fördermittelbeantragung zusammengestellt. Generell hat der WZV die Absicht, bei der Antragstellung zweigleisig vorzugehen. Einer der Fördertöpfe ist beim Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt angesiedelt, ein zweiter beim Bund. Diese Beantragung ist über die Kommunalrichtlinie vorgesehen.

Kerstin Reichert soll Geschäftsführerin des Wasserzweckverbands bleiben

Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasserzweckverbands (WZV) Oranienbaum-Wörlitz-Vockerode haben sich einmütig dafür ausgesprochen, auf eine Neuausschreibung der Geschäftsführung des Verbands zu verzichten. Damit steht der Wiederwahl der bisherigen Geschäftsführerin Kerstin Reichert nichts im Wege. Dieses Votum ist im Herbst 2020 vorgesehen. Über die Vorgehensweise hatte das Gremium bereits im Vorfeld debattiert. Aus der Verbandsversammlung verlautete, dass man sehr zufrieden mit der Geschäftsführung ist und ein grundsätzliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit besteht, um die vorhandene Kontinuität fortzuführen.

Wasserzweckverband will Negativzinsen vermeiden

Der Wasserzweckverband (WZV) Oranienbaum-Wörlitz-Vockerode steht mit der Vermögensabteilung der Sparkasse Wittenberg in Verhandlungen, um Negativzinsen zu vermeiden. Konkret geht es um vorübergehend freie finanzielle Mittel des Verbandes, die zum Teil auch aus Gebührenrückstellungen resultieren und die erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden. Für diese sollen vernünftige mittelfristige Anlagemöglichkeiten gefunden werden.

 

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