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Frühjahrsempfang im Gasthof "Zum Eichenkranz"

Kurze Rückschauen und Blicke auf Kommendes

Zahlreiche Gäste waren der Einladung in den Saal des historischen Wörlitzer Gasthofes „Zum Eichenkranz“ nachgekommen. Dort fand der gemeinsame Empfang der Stadt Oranienbaum-Wörlitz, der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und des Wörlitzer Gewerbevereins nunmehr zum zweiten Mal statt. Ehrengast war Hans-Peter Friedrich, einer der Vizepräsidenten des Deutschen Bundestags. In den Redebeiträgen wurde kurz Rückschau auf 2018 gehalten und der Blick auf Kommendes gerichtet.

Bürgermeister Maik Strömer erinnerte zum Beispiel an die Auswirkungen des Sturmtiefs Friederike zu Jahresbeginn und den überaus trockenen Sommer, der die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren beinahe zu einer Dauereinsatzbereitschaft zwang. Für 2019 soll die verträgliche Etatkonsolidierung ihre Fortsetzung finden. Zudem wird angestrebt, gemeinsam mit der Gesamtschule im Gartenreich die einstige Sekundarschule zum neuen Domizil der Kindertagesstätte „Oranienbaumer Spielgarten“ umzubauen.

Stiftungsdirektorin Brigitte Mang will sich vor Ort für Lösungen einsetzen, die dem Klimawandel und seinen Folgen begegnen. Dazu gehöre ein Wassermanagement, an dem die Stiftung gemeinsam mit dem Biosphärenreservat „Mittelelbe“ arbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherung des Bestands an Altgehölzen. Nach Ansicht der Direktorin haben aber einige Pflanzen ihre Vitalitätsgrenze bereits erreicht. Dass das so genannte Gelbe Haus den Zuschlag für das Welterbezentrum erhielt, nannte sie ein gutes Zeichen für ein stärkeres Marketing.

Für Anfang April kündigte sie im Küchengebäude eine Präsentation zur Geschichte der in der Region wirkenden Institutionen an. Später im Jahr wird sich eine internationale Tagung den Küchen- und Nutzgärten widmen. Im Sommer kehrt die Stiftungsverwaltung dann ins Schloss Großkühnau zurück. Die Verzögerung - ursprünglich stand der Umzug im Frühjahr auf dem Programm - hängt damit zusammen, dass arsenhaltige Farbanstriche gefunden worden sind.

Hotelier und Gewerbevereinschef Michael Pirl erklärte, dass die Besucherzahlen nach dem Luther-Jahr 2017 zwar erwartungsgemäß zurückgingen, man aber trotz der sehr lang anhaltenden Trockenperiode 2018 noch mit einem blauen Auge davongekommen sei. Zuversichtlich zeigte er sich, dass mit dem Saisonstart der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn ein Shuttle-Service zum „Eichenkranz“ aufgenommen werden kann.

Pirl lud Hans-Peter Friedrich herzlich dazu ein, eine Gondelfahrt zu unternehmen, um den Landschaftspark nicht im Dunkeln, sondern im hellen Sonnenschein erleben zu können. Der Gast selbst, der sich auch ins Ehrenbuch der Kommune eintrug, ging davon aus, dass es durch die Kräftigung der ländlichen Räume, die in Deutschland praktiziert werde, zu weniger sozialen Spannungen kommt als in anderen Ländern der Europäischen Union. Ferner sprach er sich für eine stärkere Differenzierung der Regulierungsmechanismen im touristischen Sektor aus.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte Musikpädagogin Dorislava Kuntschewa am Klavier mit zwei hoffnungsvollen Nachwuchstalenten. Sie brachten eine Vertonung des Frühlingsgedichts „Der Mai ist gekommen“ und den Abendsegen aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ zu Gehör.

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